Bürgertestungen

Textbild: ein Mann beim Corona-Abstrich
© Alexander-Raths | AdobeStock

Ein wichtiger Baustein in der Strategie der Bundesregierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ist die Ausweitung der Testungen. Nach der neuen Coronavirus-Testverordnung (TestV) vom 8. März 2021 hat nun jeder Bürger und jede Bürgerin die Möglichkeit sich mindestens einmal die Woche kostenlos testen zu lassen. Ein Berechtigungsnachweis ist nicht erforderlich. Grundsätzlich haben sowohl GKV-Patienten als auch nicht gesetzlich versicherte Personen einen Anspruch auf die Testung. 

WICHTIG! Registrierung und Meldung 

Da neben den niedergelassenen Ärzten noch viele weitere Leistungserbringer (Apotheken, Rettungs- und Hilfsdienste u.a.) bei der Durchführung der sogenannten Bürgertests (§4a TestV) unterstützen, hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW (MAGS) die Koordination landesweit übernommen und größtenteils an die Gesundheitsämter der Kommunen delegiert.

Wenn Sie Testungen nach §4a in Ihren Praxen vornehmen wollen, gehen Sie bitte wie folgt vor:

  • Einmalige Meldung beim zuständigen Gesundheitsamt.
  • Tagesgenaue Meldung der Anzahl der durchgeführten und positiven Tests unbürokratisch per Email an das Gesundheitsamt.

Welche Tests sind zugelassen?

Die präventiven Testungen können ausschließlich mittels Point-of-Care-Antigen-Test (PoC-Test), welche das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hier veröffentlicht, durchgeführt werden. Diese sind von der Praxis selbst zu beschaffen.

Abrechnung der PoC-Tests?

Vergütet wird die ärztliche Leistung (SNR 97120, Wertigkeit 15,00 Euro) welche das Gespräch, die Entnahme von Körpermaterial, die PoC-Diagnostik, die Ergebnismitteilung und die Ausstellung eines Zeugnisses beinhaltet. Die Sachkosten (SNR 97122) können in Höhe der entstandenen Beschaffungskosten bis zum 31. März 2021 maximal in Höhe von 9,00 Euro und ab dem 01. April 2021 maximal in Höhe von 6,00 Euro je Test abgerechnet werden.

Die ärztliche Leistung sowie die Sachkosten werden wie gewohnt über die Quartalsabrechnung abgerechnet.

Achtung! Positiver PoC-Test?

Im Anschluss an einen von der Praxis oder einem anderen Leistungserbringer durchgeführten positiven PoC-Test ist der Bestätigungs-PCR-Test mittels Muster OEGD beim Labor zu veranlassen. Weist die getestete Person weiterhin keine Symptome auf, ist die ärztliche Leistung beim Bestätigungstest anders als bisher nicht über den EBM sondern nach der TestV abzurechnen (erneute Abrechnung der SNR 97120 möglich).

Variantenspezifische PCR-Testung

Besteht ein begründeter Verdacht auf das Vorliegen einer Virusvariante (Reiseanamnese, Kontakt mit Variante, Impfdurchbruch, unerwartete Krankheitsschwere, etc.) so erfolgt die Beauftragung einer variantenspezifischen PCR-Testung beim Labor. Die Durchführung der variantenspezifischen PCR-Testung ist beim Labor nach dessen Vorgabe zu beauftragen.

 

 

 

Präventive Bürgertestungen durch nicht-ärztliche Leistungserbringer

Bitte nennen Sie uns Ihre Kontaktdaten!

Die neue Corona-Testverordnung (TestV) vom 8. März 2021 sieht neben den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten weitere Leistungserbringer vor, die präventive PoC-Antigentestung bei Bürgerinnen und Bürgern (mindestens ein Test pro Woche pro Bürger) durchführen können. Beispielhaft genannt sind Zahnärzte, medizinische Labore oder Apotheken. 

Die Abrechnung erfolgt über die KVWL: 

Wenngleich Details der Abrechnung noch zu klären sind, möchten wir alle nicht-ärztlichen Leistungserbringer bitten, uns bereits jetzt ihre Kontaktdaten zu übermitteln. Im Detail geht es jeweils um die folgenden Fragen:

  • Um was für eine Einrichtung handelt es sich? (z. B. Apotheke, Zahnarzt, Testzentrum)
  • Wer ist der zuständige Ansprechpartner?
  • Unter welcher E-Mail-Adresse/Telefonnummer kann die KVWL Sie kontaktieren?

Bitte schicken Sie eine entsprechende Mail an

abrechnung-oegd@kvwl.de.