Impfstrategie

Bannerbild: Patient wird geimpft
© Peter Atkins | AdobeStock

Informationen zur Corona-Schutzimpfung

Die Impfungen gegen eine Infektion mit COVID-19 rücken näher. Weltweit wird mit Hochdruck an der Entwicklung und Zulassung verschiedener Impfstoffe gearbeitet. Bund, Länder und Kommunen planen parallel dazu gemeinsam mit den Kassenärztlichen Vereinigungen den konkreten Ablauf der größten Impfaktion in der Geschichte. Viele Detailfragen sind noch nicht beantwortet und die Nachrichtenlage dazu ändert sich täglich. Im Folgenden haben wir für Sie notiert, was wir im Moment zur Corona-Schutzimpfung wissen. Bitte verfolgen Sie aufmerksam die Berichterstattung in den (lokalen) Medien und schauen Sie regelmäßig auf unsere Website.

Wer wird zuerst geimpft?

Es können sich nicht alle gleichzeitig impfen lassen. Dafür gibt es zunächst nicht genug Impfstoff.

Deshalb haben Menschen, die besonders von der Krankheit gefährdet sind, zunächst Vorrang: vor allem Ältere und Menschen, die aufgrund ihres Berufs von einer Ansteckung besonders bedroht sind.

Am 18. Dezember hat Gesundheitsminister Spahn die Coronavirus-Impfverordnung unterzeichnet. Diese legt unter anderem fest, wer zuerst geimpft werden darf:

Höchste Priorität: 

  • Über 80-Jährige
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für ältere oder pflegebedürftige Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden oder tätig sind
  • Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit hohem Expositionsrisiko wie Intensivstationen, Notaufnahmen, Rettungsdienste, als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung,  Corona-Impfzentren und in Bereichen mit infektionsrelevanten Tätigkeiten
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen, die Menschen mit einem hohen Risiko behandeln, betreuen oder pflegen (vor allem Hämato-Onkologie und  Transplantationsmedizin.)

Hohe Priorität:

  • Über 70-Jährige
  • Personen mit  Trisomie 21, mit Demenz oder geistiger Behinderung, nach einer Organtransplantation
  • Enge Kontaktpersonen von über 80-Jährigen oder Bewohnern von Alten- Pflegeheimen und Heimen für geistig Behinderte
  • Kontaktpersonen von Schwangeren
  • Personen, die in stationären Einrichtungen für geistig behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig geistig behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen,
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in Corona-Testzentren
  • Polizei- und Ordnungskräfte, die  im Dienst, etwa bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind.
  • Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst und in relevanten Positionen der Krankenhausinfrastruktur
  • Personen, die in Flüchlings- und Obdachloseneinrichtungen leben oder tätig sind

Erhöhte Priorität:

  • Über 60-Jährige
  • Personen mit folgenden Krankheiten: Adipositas, chron. Nierenerkrankung, chron. Lebererkrankung, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Diabetes mellitus, div. Herzerkrankungen, Schlaganfall, Krebs, COPD oder Asthma, Autoimmunerkrankungen und Rheuma
  • Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko (Labore) und ohne Betreuung von Patienten mit Verdacht auf Infektionskrankheiten
  • Personen in relevanter Position in Regierungen, Verwaltungen und den Verfassungsorganen, in Streitkräften, bei der Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und THW, Justiz
  • Personen in relevanter Position in Unternehmen der kritischen Infrastruktur, in Apotheken und Pharmawirtschaft, öffentliche Versorgung und Entsorgung, Ernährungswirtschaft, Transportwesen, Informationstechnik und Telekommunikation
  • Erzieher und Lehrer
  • Personen, mit prekären Arbeits- oder Lebensbedingungen

In folgenden Fällen ist keine Impfung möglich:

Wie bei allen Impfungen gibt es Fälle, bei denen aus medizinischen Gründen keine Impfung möglich ist: z. B. bei einer akuten Erkrankung mit Fieber. Oder wenn auf einen der Inhaltsstoffe überempfindlich reagiert wird. Diese Punkte werden vor der Impfung abgefragt.

Zurzeit sind Kinder und Jugendliche unter 16 Jahre von der Impfung ausgeschlossen. Während einer Schwangerschaft und in der Stillzeit wird die Impfung derzeit nur nach individueller Risiko-Nutzen-Abwägung empfohlen.

Wichtige Beiträge zum Thema

Videobeitrag des Robert Koch-Instituts über die neuen COVID-19-Impfstoffe

Wie funktionieren die neuen COVID-19-Impfstoffe?

Prof. Addo spricht über die neuen COVID-Impfstoffe

Videobeitrag des Robert Koch-Instituts – aktuelle, wissenschaftliche Informationen

Wie sicher sind die neuen COVID-19-Impfstoffe?

Prof. Addo informiert über die Sicherheit der neuen COVID-Impfstoffe