Wichtige Erinnerung: Diese Corona-Sonderregelungen enden demnächst

frisch geimpftes Kind mit Ärztin
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Folgende Corona-Sonderregelungen, die der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) und der Erweiterte Bewertungsausschuss (BA/EBA) zeitlich befristet hatten, behalten bis Ende Mai bzw. Ende Juni ihre Gültigkeit:

AU-Feststellung nach telefonischer Anamnese (bis 31.05.2022)

Versicherten kann im Falle von Erkrankungen der oberen Atemwege, die eine leichte Symptomatik zeigen, nach telefonischer Anamnese eine AU-Bescheinigung (Muster 1) für bis zu sieben Kalendertage ausgestellt werden. Eine Verlängerung für einen weiteren Zeitraum von bis zu sieben Kalendertagen ist im Wege der telefonischen Anamnese einmalig möglich. Auch die „Ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes“ (Muster 21) ist weiterhin telefonisch möglich. Auch das Porto für den Versand der Bescheinigung kann weiterhin über die Symbolnummer 88122 abgerechnet werden.

Arzneimittel, Substitution, Betäubungsmittel (bis 31.05.2022)

Die Sonderregelungen zum Austausch von Arzneimitteln durch den Apotheker sowie zu Lockerungen bei der Substitutionstherapie und zum Einsatz von BtM‐Rezeptformularen gelten nach der SARS‐CoV‐2‐Arzneimittelversorgungsverordnung bis 31. Mai.

Entlassmanagement (bis 31.05.2022)

Krankenhäuser dürfen zum Übergang in die ambulante Versorgung Leistungen für einen längeren Zeitraum (in der Regel 14 Tage) veranlassen oder Bescheinigungen ausstellen. Dies betrifft AU‐Bescheinigungen, häusliche Krankenpflege, Hilfsmittel, Soziotherapie, spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) sowie Heilmittel. Auch dürfen größere Arzneimittelpackungen verordnet werden. Auch diese Sonderregelungen sind nicht an den Bundestagsbeschluss zur epidemischen Lage geknüpft. Sie sind ebenfalls in der SARS‐CoV‐2‐Arzneimittelversorgungsverordnung geregelt und gelten bis 31. Mai.

Kinder‐Früherkennungsuntersuchungen (bis 30.06.2022)

Die Untersuchungen U6, U7, U7a, U8 und U9 können auch bei einer Überschreitung der für sie jeweils festgelegten Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten durchgeführt und gemäß den entsprechenden Gebührenordnungspositionen des EBM abgerechnet werden. Diese Sonderregelung gilt nach Ablauf am 31. März drei Monate fort – also bis zum 30. Juni. Derzeit wird im G‐BA auf Antrag der KBV über eine weitere Verlängerung beraten. Über den Beschluss werden wir Sie gesondert informieren.