Westfalen-Lippe: 73 Prozent der über 18-Jährigen haben erste Impfung erhalten

Geimpfte Frau mit Pflaster
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Dortmund, 12.07.2021. In Westfalen-Lippe haben mindestens 73 Prozent der Bürger*innen ab 18 Jahren bereits die erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das geht aus einer Auswertung der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hervor. Spitzenreiter sind die Stadt Münster und der Kreis Olpe: Hier liegt die Quote der Erstimpfungen bei ca. 85 Prozent.  

„Diese Ergebnisse sind Zeugnis der guten und engagierten Arbeit unserer Ärztinnen und Ärzte und des medizinischen Fachpersonals in den Praxen und Impfzentren“, erklärt der Vorstand der KVWL, Dr. Dirk Spelmeyer, Dr. Volker Schrage und Thomas Müller.

In den Auswertungen sind unter anderem die Impfungen durch Betriebs- und Privatärzte nicht enthalten, weil diese ihre Daten direkt an das Robert Koch-Institut melden. Die regionalen Erstimpfungsquoten dürften also insgesamt sogar noch etwas höher liegen.

Abgesehen vom Vakzin von Johnson & Johnson reicht eine Spritze jedoch nicht aus, um eine Herdenimmunität aufzubauen: „Nur wer auch die zweite Impfung erhält, hat den vollen Impfschutz und ist damit auch gegen die aktuelle Delta-Variante des Coronavirus geschützt. Wir appellieren deshalb an alle Bürger*innen, trotz oder gerade wegen der aktuellen Urlaubssaison, auch ihren zweiten Impftermin unbedingt wahrzunehmen!“, so Spelmeyer, Schrage und Müller.

Wer noch gar nicht geimpft ist, für den gibt es mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten. So verfügen die Impfzentren in der Region im Moment über freie Terminkapazitäten, teilweise können die Zentren sogar ganz flexibel ohne Termin aufgesucht werden.

Wer dennoch einen Termin in einem Zentrum über die KVWL-Buchungsplattform vereinbaren möchte, sollte unbedingt darauf achten, zwei Impftermine zu buchen! Zwar können seit kurzem auch Einzeltermine ausgewählt werden, diese richten sich aber in erster Linie an Corona-Genesene. Auch Bürger*innen, die ihre erste Impfung mit AstraZeneca in einer Praxis erhalten haben und dort kurzfristig keine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erhalten können, haben die Möglichkeit, einen Einzeltermin in einem Zentrum auszumachen.

Darüber hinaus bieten viele Kommunen in den nächsten Tagen zusätzlich niederschwellige Impfangebote an, um möglichst viele Menschen auf unkonventionellem Weg zu erreichen. Auch die niedergelassenen Ärzte verfügen mittlerweile über mehr Impfstoff als noch vor einigen Wochen.

„Nachdem wir die Menschen in den vergangenen Monaten immer und immer wieder zur Geduld aufgefordert haben können wir nun endlich sagen, dass sich das Warten gelohnt hat. Es gibt aktuell ausreichend Impfangebote und wer noch nicht geimpft ist, kann dies nun nachholen. Nur wenn sich ausreichend Menschen impfen lassen, können wir eine Herdenimmunität erreichen und die Pandemie noch besser in den Griff bekommen!“, betont der KVWL-Vorstand.

In Westfalen-Lippe haben aktuell rund 57 Prozent der Impflinge ab 18 Jahren schon ihre zweite Spritze erhalten und sind damit vollständig immunisiert. – vp.