Corona-Virusvariante: Abklärung bei positivem PCR-Test jetzt möglich

Textbild: ein Mann beim Corona-Abstrich
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Für die Corona-Testungen gibt es einige neue Regelungen. Bei einem positiven PCR-Test können Ärzte jetzt eine Untersuchung auf eine Virusvariante veranlassen. Zudem empfiehlt das Robert Koch-Institut wieder, alle Patienten mit akuten respiratorischen Beschwerden jeder Schwere auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 zu testen.

Die variantenspezifische PCR-Testung ist seit Inkrafttreten der neu gefassten Testverordnung (TestV) des Bundesministeriums für Gesundheit vom 25. Januar 2021 möglich. Anspruchsberechtigt sind alle Personen mit einem positivem PCR-Testergebnis – auch symptomatische Patienten, die im Rahmen der Krankenbehandlung getestet wurden. Ziel ist es, die sich ausbreitenden SARS-CoV-2-Varianten B.1.1.7., B.1.351 und B1.1.28 schnell zu erkennen.

Eine Untersuchung auf eine Virusvariante kann mit dem „normalen“ PCR-Test beim Labor beauftragt werden oder im Nachgang, wenn ein positives Ergebnis vorliegt.

Hinweis: Beauftragt wird die variantenspezifische PCR-Testung nicht über Muster OEGD und nicht Muster 10C. Vielmehr können die Labore selbst Vorgaben zur Beauftragung der variantenspezifischen PCR-Testung bestimmen. Informationen über die Form der Beauftragung sind über das beauftragte Labor zu erhalten.

Indikatoren für das Vorliegen einer besorgniserregenden Virusvariante können sein:

  • PCR-Ausfall im S-Gen oder andere auffällige Ergebnisse
  • Probleme beim labordiagnostischen Nachweis
  • Hinweis auf eine vorausgegangene Exposition gegenüber einer besorgniserregenden Variante im Sinne eines erhöhten Übertragungspotentials (z.B. Kontaktpersonen eines Falles mit einer besorgniserregenden Variante)
  • unerwartete Krankheitsschwere, unerwarteter klinische Verläufe
  • Erkrankungsfälle bei Geimpften
  • Verdacht auf Reininfektion
  • ungewöhnliches Ausbruchsgeschehen
  • Aufklärung eines komplexen Infektionsgeschehens
  • sowie eine Reiseanamnese.

Labore rechnen die variantenspezifische PCR-Testung nach der TestV (§ 9) ab. Im Falle von mehreren PCR-Testungen pro Einzelfall beträgt die Vergütung 101,00 Euro.

Die Coronavirus-Testverordnung finden Sie hier.