Getrennte Rezepte für Erst- und Zweitimpfungen

Apothekerin hält Rezept in der Hand
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Die Bestellung von Impfstoff für Erst- und Zweitimpfungen in Arztpraxen erfolgt künftig auf zwei separaten Rezepten. Damit soll erreicht werden, dass die Belieferung mit Impfstoff für Zweitimpfungen vorrangig erfolgen kann. Auf das Verfahren haben sich die KBV, die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V. und der Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels e. V. geeinigt.

Vertragsärzte vermerken auf jeder Verordnung (Muster 16), ob es sich um eine Bestellung für „Erstimpfungen“ oder für „Zweitimpfungen“ handelt. Wie bisher geben sie den Namen des Impfstoffes sowie die Anzahl der Dosen an. Für die Arztpraxen wird dies – aufgrund der in der Coronavirus-Impfverordnung vorgesehenen Impfabstände – zunächst für Impfungen mit dem Vakzin von BioNTech / Pfizer (Impfabstand 6 Wochen) relevant sein.

Mit dem Verfahren soll sichergestellt werden, dass Ärzte für die Zweitimpfungen so viele Dosen erhalten wie sie benötigen, um die in ihrer Praxis begonnenen Impfserien unter Beachtung der Impfintervalle abschließen zu können. Das Bundesministerium für Gesundheit hat noch einmal darauf hingewiesen, dass in Impfzentren angefangene Impfungen grundsätzlich auch dort beendet werden sollen.

Maximale Bestellmenge gilt auch für Zweitimpfungen

Die maximale Bestellmenge je Arzt, die jede Woche bekanntgeben wird, umfasst Impfstoffdosen für Erst- und für Zweitimpfungen. Das heißt, Ärzte können nach Abzug der für ihre Zweitimpfungen benötigten Impfstoffdosen noch so viele Impfstoffdosen für Erstimpfungen bestellen, bis die Obergrenze erreicht ist.

Die genauen Liefermengen und die sich daraus ableitenden Bestellmengen stehen für die Woche vom 10. bis 16. Mai noch nicht zur Verfügung. Für den Impfstoff von AstraZeneca wird es voraussichtlich keine Obergrenze für die Bestellmengen geben. Weitere Informationen folgen in Kürze. 

Neues IK ab 1. Juli im PVS

Zum 1. Juli ändert sich außerdem das Institutionskennzeichen (IK) für den Kostenträger: Ärzte geben dann auf dem Bestellrezept das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) mit dem IK 103609999 an, es wird in den Praxisverwaltungssystemen (PVS) hinterlegt sein. Bis dahin können Ärzte weiterhin das IK 100038825 verwenden.