Impfen ab Oktober 2021

COVID-19-Schutzimpfung ab Oktober 2021

Arzt impft Patientin in der Arztpraxis
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Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW (MAGS) hat in seinen jüngsten Erlassen zur Organisation des Impfgeschehens gegen COVID-19 nach Schließung der Impfzentren ein dreistufiges Konzept vorgegeben, das ab dem 1.Oktober 2021 regional umgesetzt werden soll. Hier die Stufen in der Übersicht:

Stufe 1:

  • Die niedergelassenen Vertragsärztinnen und Vertragsärzte übernehmen die COVID-19-Impfungen in Ihrer Region als Bestandteil der Regelversorgung.
  • Das gilt für die Patienten der eigenen Praxis natürlich ebenso wie für Pflegeheime und weitere Pflegeeinrichtungen, die von den Niedergelassenen betreut und mitversorgt werden.
  • Diese Stufe bildet die Basis für das weitere Impfgeschehen in den kommenden Monaten.

Stufe 2:

  • Die Kreise und kreisfreien Städte richten parallel dazu regionale Koordinierende COVID-19-Impfeinheiten, kurz KoCI, ein, die die Entwicklung der COVID-19-Impfquoten regional monitoren sollen.
  • Werden hierbei Versorgungslücken in der Regelversorgung identifiziert, steht den KoCI ein regionaler ärztlicher Ansprechpartner zur Verfügung, der durch eine gute regionale Vernetzung diese Versorgungslücken schließt.
  • Unterstützt wird er dabei von den regional verantwortlichen Bezirksstellenleitern, die das gesamte Impfgeschehen während der Pandemie eng begleitet haben.
  • Die erfolgreiche Umsetzung wird dann den KoCI zurückgemeldet. Der Ärztliche Regionalleiter ist in engem Informationsaustausch mit der KoCI und so, gemeinsam mit den Bezirksstellenleitern, Bindeglied zwischen Kommune und der niedergelassenen Ärzteschaft.

Stufe 3:

  • Für den Fall, dass die niedergelassenen Vertragsärztinnen und –ärzte in einzelnen Regionen das notwendige Impfangebot nicht aufrechterhalten können oder wenn die Kommunen niederschwellige Impfangebote planen (Beispiele hierfür sind der Einsatz von Impfbussen, Impfangebote am Rande von größeren Veranstaltungen oder in sozialen Brennpunkten etc.), organisieren die KoCI mobile Impfteams.
  • Dafür wird ärztliches Personal benötigt, das die KoCI direkt bei der KVWL anfordern.
  • Die KVWL hat für diese Einsätze ein neues Einsatzplanungstool staffcloud eingeführt. Hier werden Ärztinnen und Ärzte für die mobilen Impfeinsätze rekrutiert, eingesetzt und auf Stundenhonorarbasis abgerechnet.
  • Ärzte, die in diesen, von den KoCI organisierten mobilen Teams, impfen, sind bei den Einsätzen nicht für Logistik, Rahmenbedingungen wie Impfstoffbeschaffung, RKI-Dokumentation oder weiteren Personalbedarf (MFA, PTA) verantwortlich.
  • Sie übernehmen lediglich die rein ärztliche Tätigkeit mit der Aufklärung und der Impfung, ggf. noch der Aufbereitung des Impfstoffs.
  • Alles Weitere liegt in der Zuständigkeit der federführenden KoCI. Honoriert werden diese Dienste mit einem festen Stundensatz von 150 Euro.

Ob und in welchem Ausmaß in Ihrer Kommune Impfangebote durch mobiles Impfen organisiert werden und wie viele Dienste schlussendlich personell besetzt werden müssen, lässt sich nicht präzise vorhersagen.

Die KVWL strebt jedoch an, einen Pool an interessierten Ärzten vorzuhalten, mit dem alle von der KoCI angeforderten Impfeinsätze bedient werden können. Wenn Sie Interesse an einer Mitarbeit in mobilen Impfteams haben, können Sie sich online hier registrieren:

https://kvwl.staff.cloud/recruiting

Weitere Informationen zur Nutzung der Staffcloud-App finden Sie hier.

Sie haben Fragen zum Einsatz in mobilen Impfteams?

Hier erhalten Sie Antworten:

Tel.: 0251 / 9 29 19 19

E-Mail: arzt-mobilesimpfen@kvwl.de