Asymptomatische Personen

Ein Mediziner nimmt einen Nasenabstrich einer potentiell erkrankten jungen FrauNasenabstrich einer jungen Patienten durch medizinisches Personal
© Aleksey Khripunkov | AdobeStock

Nach der Coronavirus-Testverordnung (TestV) des Bundes haben einige Personengruppen Anspruch auf eine asymptomatische Testung.

Grundsätzlich gilt aber weiterhin: Es besteht keine Verpflichtung für Vertragsärztinnen und -ärzte, diese Tests bei asymptomatischen Personen durchzuführen. Es steht Ihnen frei, in Ihren Praxen nur symptomatische Patienten zu testen und zu behandeln. In diesem Fall empfehlen wir, darauf bereits am Eingang zu Ihrer Praxis deutlich hinzuweisen (Aushang, Plakat, Praxis-Homepage, etc.)

Wenn Sie asymptomatische Personen testen möchten: Organisieren Sie Test-Sprechstunden am Rande der regulären Sprechstundenzeiten oder stimmen Sie sich ggf. mit Kolleginnen und Kollegen in Ihrer Nähe entsprechend ab.

 

 

FAQ COVID-19 Tests bei asymptomatischen Personen

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, Stand: 29.06.2022

Nehmen Sie am Meldeverfahren des Landes teil

Sofern Sie asymptomatische Testungen (Bürgertestungen, Kontaktpersonentestungen, …) durchführen, ist es erforderlich, dass Sie am Meldeverfahren des Landes teilnehmen und die jeweils getestete Person (mit Ausnahme des eigenes Praxispersonals) die Durchführung des Tests schriftlich oder elektronisch nach der Testdurchführung bestätigt.

Kennzeichnung von COVID-19-Leistungen entfällt seit 1. Juli 2022

Ärztliche Leistungen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion müssen in der Abrechnung vorerst nicht mehr mit der 88240 gekennzeichnet werden. Die entsprechende Regelung lief zum 30. Juni 2022 aus.

Die KBV und der GKV-Spitzenverband hatten die Regelung zu Beginn der Pandemie eingeführt, um den zusätzlichen Leistungsbedarf erfassen und entsprechend finanzieren zu können. Danach wurden Leistungen, die aufgrund des begründeten klinischen Verdachts auf eine Infektion oder einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus erforderlich sind, mit der Kennnummer 88240 dokumentiert.

Die gekennzeichneten Leistungen wurden zunächst extrabudgetär vergütet. Seit vorigem Jahr haben die Krankenkassen nur noch dann zusätzliche Gelder bereitgestellt, wenn der tatsächliche Anstieg des Leistungsbedarfs stärker war als der vereinbarte Anstieg des Behandlungsbedarfs. In diesem Fall wurden die gekennzeichneten Leistungen anteilig aus der MGV und anteilig zusätzlich von den Kassen vergütet.

Eine Wiedereinführung der Kennzeichnung und der damit verbundenen Vergütungsregelung ist je nach Pandemiegeschehen möglich.